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Hier finden sie u.a. folgende Informationen über Schlarpe:
urspr.Standort, Namensgebung, Politische Zugehörigkeit, Kirche, Pfarre
Einwohnerzahlen, Schlarper Lied
 





Ca. 25km von Göttingen entfernt liegt nahe der Bundesstraße 241 das idyllische,
im Solling gelegene Heidelbeerdorf Schlarpe.
Schlarpe verfügt über gut ausgebaute Wanderwege und seine Hauptsehenswürdigkeit ist die Schlarper Kirche mit Wehrturm aus dem 13.Jahrhundert. Immer wieder dient die schöne Kirche auch Auswärtigen als Location für die Traumhochzeit. Traditionspflege wird hier in Schlarpe groß geschrieben z.B.durch das Aufbauen des Osterfeuers, das Maibaumaufstellen sowie das jährlich zur Heidelbeerzeit stattfindende Heidelbeerfest.

Schlarpe zählt zur Zeit 425 Einwohner unter Bürgermeister Berthold Ruwisch.


Zur Geschichte:
Quelle:Schlarper Chronik von Heinz Kühn

Die heute bekannte, erste Nennung von Schlarpe stammt vom 11. August 1315.
Im Urkundenbuch der Herzöge von Braunschweig/Lüneburg und Ihren Landen heißt es: "Herzog Albrecht von Braunschweig erteilt dem Ritter
Heidenreich Strus das Dorf Schlarpe ( urkundlich genannt Slerpe) zu Lehen, behält sich aber einen Wiederverkauf vor".
Im Jahre 1318 wird Schlarpe nochmals erwähnt.
In einer weiteren Urkunde vom 3. April 1345 ist zu lesen, dass "Die Herzöge Magnus und Ernst von Braunschweig, den Ritter
"Heydenrike Strutze von Gladebeke" auch "mid deme dridden deyle des dorpes to der Slerpe" belehen.
Der letzte mittelalterliche Beleg aus dem 14.Jahrhundert sagt aus: Um 1350 erwirbt "Degenhardus de Slerpe" das Bürgerrecht zu Northeim.
Die Gründung des Dorfes Schlarpe (Slerpe) oder einer Siedlung erfolgte vermutlich schon im 11. Jahrhundert, weil auch die anderen
umliegenden Orte Volpriehausen, Delliehausen und Bollensen in dieser Zeit entstanden sind. Genaue schriftliche Aufzeichnungen über
die Orte gibt es aber erst zu späterer Zeit.

Nun ein Bericht von Erhard Kühlhorn, Göttingen vom 11.April 1971 zu den Erzählungen, dass Schlarpe früher in der Alten Schlarpe
gelegen haben soll:
In Schlarpe geht die Sage, das dorf habe früher dicht nordostwärts der heutigen Ortslage gestanden und sei im Dreißigjährigen Krieg
zerstört worden.Schon während des Mittelalters habe man am Platz des jetzigen Dorfes einen Wehrturm errichtet, um den herum die
Schlarper sich dann angesiedelt hätten.Heute sind wir jedoch kritisch und wüssten gern, ob und in welchem Maß diese Überlieferung
stimmt.Anlass gab sicher der zum Beispiel 1784 bezeugte Flurname Alte Schlarpe ostwärts des Thilekenberges am Rehbach,
doch genügt ein Feldlagenbezeichnung allein noch nicht zum Beweis einer solchen Sage,die zu dem manche Unglaubwürdigkeiten aufweist.

Wäre Schlarpe wirklich während des Dreißigjährigen Krieges vom Erdboden verschwunden, so müsste ein solches Ereignis in irgendwelchen
Akten seinen Niederschlag gefunden haben, denn es konnte keinesfalls verborgen bleiben, dass plötzlich die Steuern und sonstigen
Abgaben eines ganzen Dorfes ausblieben. Und welchen Sinn sollte ein Wehrturm fast 1 km entfernt vom Dorf gehabt haben? Da es
aber mit Indizienbeweisen manchmal so eine Sache ist, war es notwendig, einen sicheren Gegenbeweis zu führen. Von der Wüstungsforschung
her wissen wir, dass auf alten Dorfstellen Tonscherben mittelalterlicher Gefäße und Hüttenlehm zu finden sein müssen. Da Schlarpe
1315 zuerst bezeugt ist und der Sage nach, bis 1618/48 in der Alten Schlarpe gestanden haben soll, also wenigstens 300 Jahre,
müsste die Hinterlassenschaft dieses Dorfes auf den heutigen Feldern zu finden sein. Überdies existierte die Siedlung 1315
sicher schon zwei Jahrhunderte, da später kaum noch neue Orte angelegt worden sind. Wenn aber Schlarpe rund 500 Jahre am fraglichen
Platz gestanden hätte, so müssten dort eben reichlich Scherben zu finden sein.
Deshalb untersuchte der Verfasser die Alte Schlarpe im Oktober 1969 sehr eingehend - jedoch ohne Erfolg.
Damit muss die eingangs geschilderte Erzählung in das Reich der Sage verwiesen werden. Offen bleibt lediglich die Deutung des
Flurnamens.

Auf der Landkarte von 1603 (Krabbe) sind in unserem Bereich die Orte Volperhusen, Dellighusen, Gierswold, Lichtenborn, Schlarpe (am heutigen
Standort) und die Bollertsmühle aufgeführt. Hierzu kommen die Wüstungen Wousweke, Fredewold, Ober-Bremke und Maljeshagen. Sollte
es nun ein Grünkirchen am heutigen Platz von Schlarpe und eine Siedlung oder ein Dorf in der Alten Schlarpe gegeben haben,
so müsste dies als Wüstung oder sonst wie auf der Karte vermerkt sein. Aber nichts dergleichen ist zu sehen. Daraus kann geschlossen
werden, dass die Schlussfolgerungen von Kühlhorn richtig sind. Ein Grünkirchen und ein Schlarpe in der Alten Schlarpe hat
es nach den heutigen Erkenntnissen nicht gegeben. Nur die Schulchronik spricht davon, aber sehr widersprüchlich.
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Namensgebung:

Der heutige Name Schlarpe ist natürlich nicht der ursprüngliche Name. Er stammt (nach Könnecke&Witt) aus dem keltischen und wird
übersetzt mit Slier = Lehm , ene = Wasser ; "lehmiges, langsam fließendes Wasser".
1315 hieß das Dorf "Slerpe", um 1350 "Sclerpe" und 1519 "Schlerpe". 1588 heißt es auf einmal "Schlarpke". Erst 1603 taucht der
endgültige Name "Schlarpe" auf.


Weitere geschichtliche Daten:

Aus der Zeit von 1350 bis inds 19.Jahrhundert gibt es vom Dorf wenig Unterlagen. Erst nach dieser Zeit kann man auf die Schulchronik
und das Protokollbuch der Gemeinde zurückgreifen. Hier ist noch viel Arbeit in den Archiven notwendig.
eine Urkunde aus dem Jahre 1519. Es handelt sich bei Aufstellung der überschriebenen Register um die Kosten der römischen Königswahl
in Frankfurt a.M., welche Erzbischof Albert von Mainz als Reichskanzler auf den 28.Juni 1519 ausgeschrieben hatte.
Es folgten 12 Erzpriestersitze mit ihren unterstellten Kirchen.
1.Sedes Northen (Nörten) - Schlarpe gehörte zum Erzpriestersitz Nörten.
Es hatten zum Beispiel zu zahlen:

Als nächstes ist zu nennen: Die Kopfsteuerbeschreibung der Fürstentümer Calbenberg-Göttingen und Grubenhagen von 1698.
Über Schlarpe wird unter dem Amt Hardegsen aufgeführt. Das Dorf hat 3 Großkötner, 19 Kleinkötner, 2 Hirten, 1 Müller (Bollertsmühle),
1 Schulmeister, 1 Leineweber, 1 Schneider, eine Anzahl Häuslinge, Leibzüchter und Kinder. Insgesamt waren es 160 Personen, davon 83 Kinder.
An Ackerland besaßen die Dorfbewohner 385,5 Morgen, dazu noch 123,5 Morgen wüstes Land. Dies war teilweise mit Büschen und
Braken bewachsen und diente vornehmlich als Viehweide.
Etwa um 1860 ließ die Stadt Hardegsen unterhalb der Chaussee einen Eichenpflanzkamp anlegen und 1869 noch um einiges vergrößern.
Die Schlarper protestierten und behinderten die Vergrößerung des Eichenpflanzkamp, weil sie um ihre Weiderechte in dem Hardegser
Stadtforst fürchteten. Der Magistrat der Stadt Hardegsen bestand aber auf seinem Recht der Bepflanzung und klagte am 14.April
1869 beim königlichen Amtsgericht zu Uslar gegen die Schlarper Realgemeinde aufgrund Behinderung wegen Eigentumsstörung.
Die Anhörung der Beklagten war am 7.Mai 1869 in der Kortischen Gastwirtschaft in Schlarpe durch den Amtsrichter biedermann.
Die Schlarper konnten durch Zeugen belegen, dass sie schon über 40 Jahre auf den genannten Flächen weiden ließen.
Am 3. juni 1870 entschied der Amtsrichter zu Gunsten der Schlarper Realgemeinde und wies die Klage der Stadt Hardegsen zurück.
Gegen dieses Urteil legte die Stadt Hardegsen beim königlichen Obergericht in Göttingen Berufung ein. Am 7.Februar 1871 wurde
die Beklagte Gemeinde Schlarpe wegen Eigentumsstörung schuldig gesprochen und musste sich jeder Störung am Eigentumsrechte
des fraglichen Eichensaatkamp entziehen und durch die eingetretene Störung erwachsenen Schaden erstatten, sowie sämtliche Kosten
des Prozesses tragen.
Die Gemeinde Schlarpe hatte durch diesen verlorenen Prozess Kosten von etwa 2500 Mark zu zahlen. Sie durfte trotzdem ihr Vieh weiter
im Wald hüten,war aber ihr Geld los.

Als die Staats- und Stadtforsten mit einer geregelten Waldbewirtschaftung begannen, versuchten sie die Hutungsrechte der Dörfer
einzuschränken bzw. abzuschaffen.
Die Stadt Hardegsen beauftragt die "Königliche Generalkommission zu Hannover" mit der Gemeinde Schlarpe über die Aufhebung der
Hütungsrechte zu verhandeln. Am letzten Verhandlungstag, dem 8.Februar 1889, wurde eine Einigung erreicht.
Die Gemeinde Schlarpe verzichtete auf das Weiderecht im Stadtforst Hardegsen und erhielt dafür eine Fläche von 1,92 ha unter der
Chaussee als Abfindung.

Im Zuge der besseren Waldbewirtschaftung durch die Staatsforst ist vermutlich auch die Ablösung der Holzgerechtsame zu sehen. Dies
geschah laut Protokollbuch der Gemeinde Schlarpe in den Jahren 1876 bis 1884. Die Schlarper erhielten für die Ablösung der
Holzgerechtsame an Bau-, Nutz- und Brennholz eine Geldsumme von 69063,- Mark ausgezahlt. Die Abfindung wurde entsprechend der
Hofgröße bis zur Hausnummer 61 aufgeteilt.
(Grundlage für die letzten drei Berichte: Protokollbuch der Gemeinde Schlarpe)

Zu erwähnen ist noch:
Im Jahre 1960 - Bau der neuen Schule; Nach der Schulreform 1971 - Auflösung der Volksschule in Schlarpe. Kinder der Klassen 1-4 werden
in Volpriehausen, die älteren Jahrgänge in Uslar unterrichtet; Danach : Verkauf der Schule und des Lehrerhauses;
1966 - Bau der neuen Wasserversorgung mit Tiefbrunnen und Hochbehälter;
In den Jahren 1966/67 - Bau der Kanalisation in Schlarpe; 1967/68 - Ausbau der Gemeindestraßen.
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Politische Zugehörigkeit:

Politisch gehörte Schlarpe zum Amt Hardegsen. Die Zugehörigkeit von Schlarpe zum Amt Hardegsen hängt wohl mit dem Erbe der edlen Herren
von Rosdorf zusammen.Die Rosdorfer hatten neben ihrem Sitz in der festen Burg Hardegsen (bis 1380) folgende Ortschaften im Besitz:
Harste, Hardegsen, Gladebeck, Blankenhagen, halb Moringen, Ertinghausen, Schlarpe, Ellierode, Hettensen, Lichtenborn, Lutterhausen,
Hevensen und Asche.Schlarpe ist dann später bei Hardegsen geblieben, obwohl es jenseits vom Bollert liegt.
Ab 1859 gehörte Schlarpe dann zum Amt Uslar. Bis zum 1.3.1974 war die Gemeinde selbständig. Im Zuge der Gebiets- und Verwaltungsreform
wurde sie ab diesem Zeitpunkt ein Ortsteil der Stadt Uslar.


Einwohnerzahlen:

Die Entwicklung der Einwohnerzahlen (Feuerstellen):
Jahr:

1689

1777 1821 1895 1925 1950 1956 1973 1989 1996
Einwohner: 160 (40) ? (54) 386 (56) 464 (72) 650 (101) 1067 888 680 566 550

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Die Kirche

Die Schlarper Kirche ist eine der ältesten in unserem Raum. Sie gehört zu der Gruppe der Wehrkirchen. Erbaut wurde sie vermutlich im
13. Jahrhundert. Leider gibt es bisher keine genauen Unterlagen über den Zeitpunkt des Baues.

Nach den heutigen Erkenntnissen ist erst das Kirchenschiff gebaut und der Turm erst später angesetzt worden. Welcher Zeitraum dazwischen
liegt, ist nicht bekannt. Es sind zwei unterschiedliche Baukörper. Die Ostseite des Kirchenschiffes ist gleichzeitig die Westseite des
Turmes. Auf den Giebel des alten Kirchenschiffes wurde die obere Turmwestseite aufgesetzt. Das Verbundmauerwerk beginnt erst über dem
Mauerwerk des Giebels. Über dem Kreuzgewölbe im Unterteil des Turmes (innen) ist ein handbreiter, senkrecht verlaufender Spalt zwischen
der Wand des Kirchenschiffes und der Wand des Turmes (zur Hardegserstraße) zu sehen,d er fast bis in die Außenkante reicht. Ein
Verbundmauerwerk ist eindeutig nicht erkennbar. Daraus ist zu schließen, dass der Turm an das Kirchenschiff angebaut wurde. Ein weiteres
Indiz dafür ist der Standort an der Ostseite des Kirchenschiffes. Bei anderen Wehrkirchen steht der Turm an der Westseite, weil Turm und
Kirchenschiff gleichzeitig erbaut wurden.

Im Jahr 1735 hat Maurermeister Schlemme, Hardegesen, umfangreiche Ausbesserungsarbeiten vorgenommen. Risse zwischen Turm und Schiff
innenwendig und außenwendig mussten zugestrichen werden. Außerdem war an der Vorkirche ein neuer Pfeiler zu setzen.

Das kleine Kirchenschiff war im LAufe der Zeit vermutlich zu klein geworden, deshalb erhielt die Kirche 1771 einen Fachwerkaufbau.
Dadurch konnte an den Längsseiten und am Vordergiebel eine Empore eingebaut und die Zahl der Sitzplätze erhöht werden. Außerdem wurde
die Eingangspforte erneuert (Siehe Jahreszahl auf dem Türsturz).

Im Jahr 1948 erhielt der Turm zur Absicherung des Glockenstuhles einen Fachwerkaufbau.

Zwei Glocken hängen im Glockenstuhl. Eine Bronzeglocke von 1898 und eine Eisenglocke aus dem Jahr 1953. Der Fachwerkaufbau wurde 1997 mit
Biberschwänzen behängt.

Eine umfangreiche Renovierung des Kircheninnenraumes erfolgte 1971.

Die Orgel in der Kirche stammt aus dem Jahre 1933. Bis dahin begleitete ein Harmonium die Saänger zu ihrem Gesang.

Der Altar steht in der Sanktkristei im unteren Teil des Turmes. Ein Kreuzgewölbe als Decke. Das Altarbild zeigt die vier Evangelisten
Matthäus, Markus, Lukas und Johannes. Vor dem Kreuz im mittleren Bild knien betend ein Mann und eine Frau in der für 1600 typischen
Kleidung. Die Vermutung liegt nahe, dass es sich hierbei um Hans von Polle und seine Frau handelt, denn das Bild wird von folgernder
Unterschrift umrahmt: "ILSEBE HANS VOM POLLE SELIGERS + NAGELASSENE WITWE HAT ZU DIESER TAFEL GEGEBEN 5 DALER Ao 1601".

Der Taufstein stammt aus dem Jahre 1601.

Aus einem "Inventarium und Corpur bonorum" = Inventurverzeichnis der Kirche von 1832 ist eine Turmuhr aufgeführt. Es heißt dort:
"Die Turmuhr muss von der Gemeinde in Reperatur erhalten werden, und auch wenn es erforderlich ist, die Kosten zu einer Neuen allein
tragen.
Es wird aber dem Schullehrer jährlich aus der Kirche für Glocke und Uhrschmieren gezahlt Usw".

dem zufolge gab es 1832 an der Schlarper Kirche eine Turmuhr - Aber wo war sie angebracht?
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Die Pfarre

Die Schlarper Kirche/Pfarre war ursprünglich eine eigenständige Urpfarrei, nach heutigem Sprachgebrauch eine Mutterkirche. Sie gehörte
zum Sedes Northen = Nörten. Diese wiederrum zum Erzbistum Mainz. Als Ausstattung erhielten die Pfarreien einen Hof und Ländereien
je 120 Seelen der Gemeinde, eine Knecht und eine Magd sowie den Zehnten. Außerdem erhielten sie alle Pfarrechte übertragen, das heißt
die Plebane durften Taufen, Trauungen und Beerdigungen vornehmen.
1588 hatte der Pastor 15 Morgen Land, 6 Malter Roggen und 6 Malter Hafer einzunehmen und bekam vom Hause Hardegsen eine Zulage von 6
Scheffel Korn. (1 Scheffel Roggen etwa 110 kg, 1 Scheffel Hafer etwa 71 kg).
Diese Einnahmen und andere für Trauungen, Taufen usw. sind wohl zu gering gewesen, um auf Dauer einen eigenen Pastor zu unterhalten.
Deshalb hatte Schlarpe ab 1580 keinen alleinigen Pastor mehr.
In einer Pfarrvorstellung von Schlarpe und Bollensen ist zu lesen: "Ehemals seit 1580 war Bollensen mit der Mutterpfarre Schlarpe,die
im Amt Hardegsen gleichfalls unter Hardegsen Inspektion liegt, combiniert". Weiter heißt es sinngemäß: Nach 40 Jahren 1621 wurde Bollensen
wieder selbständig, Schlarpe hingegen - sala materritates mit Volpriehausen conjugiert. Seitdem gehört Schlarpe zum Kirchspiel
Volpriehausen. Die Gemeinde bzw. die Kirche musste den Pastor von Volpriehausen mitbezahlen.
Bei den Verhandlungen über die Vereinigung wurde festgelegt, dass an Sonntagen immer erst in Schlarpe zu predigen ist und danach in
Volpriehausen.
In einer Pfarrakzidention von 1700 in der Hardegschen Inspektion ist zu lesen:
"Der Pstor von Volpriehausen Ehren Ludolph Levin Schatz qua Pastor zu Schlarpe in hiesiger Inspektion berichtete, ihm gehört in Schlarpe:
Für die Predigten - 12 Schill.
Für die Hochzeit, von der Braut - 2 Schill.
Für die Hochzeit, vom Bräutigam - 2 Schill.
Die übrigen Hochzeitsgästen hatten zu zahlen - 1 Schill.
Von der Braut gebührt ihm ein Schnupftuch.
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